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Kostenloses eBook, KI-Stimme, Hörbuch: Vollständiges Orthographisches Wörterbuch der deutschen Sprache - mit etymologischen Angaben, kurzen Sacherklärungen und Verdeutschungen der Fremdwörter von Konrad Duden

KI-Stimme Hörbuch: Vollständiges Orthographisches Wörterbuch der deutschen Sprache - mit etymologischen Angaben, kurzen Sacherklärungen und Verdeutschungen der Fremdwörter von Konrad Duden

Hörbuch: Vollständiges Orthographisches Wörterbuch der deutschen Sprache - mit etymologischen Angaben, kurzen Sacherklärungen und Verdeutschungen der Fremdwörter von Konrad Duden

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Vorwort.

Die vorliegende dritte Auflage des „Orthographischen Wörterbuchs“ ist eine vielfach erweiterte. Sie enthält nicht nur einen Zuwachs von etwa 1000 neuen Artikeln, sondern sie ist auch durch kurze Sacherklärungen und etymologische Angaben bei allen Fremdwörtern, sehr vielen Lehnwörtern und einer Anzahl seltener oder sonst ein besonderes Interesse bietender deutscher Wörter wesentlich bereichert worden. Da für diese von vielen Seiten gewünschte Erweiterung, wenn das Buch seinen Charakter als „#Orthographisches# Wörterbuch“ bewahren sollte, nur ein ganz geringer Raum zur Verfügung stand, so mußten die Zusätze ganz knapp gefaßt werden. Wo die Sacherklärung sich nicht mit wenigen Worten geben ließ, mußte ich mich darauf beschränken, das Gebiet zu bezeichnen, in welches das betreffende Wort gehört. Ebenso war es unmöglich, den Weg, den ein Fremdwort oder ein Lehnwort gemacht, ehe es bei uns die vorliegende Gestalt angenommen, bis zu seiner Geburtsstätte rückwärts zu verfolgen.

Es kann nicht fehlen, daß bei dem Versuch, auf so knappem Raum eine solche Fülle von Belehrungen über Bedeutung und Herkunft so vieler Wörter zu geben, hier und da ungleichmäßig verfahren ist. Auch von Irrtümern wird das Buch nicht frei sein. Dagegen bedarf es wohl kaum der Versicherung, daß überall aus den besten Quellen geschöpft ist. Insbesondere sind nirgends haltlose Vermutungen über die Herkunft der Wörter gewagt, sondern als sicher ist nur angegeben, was nach dem heutigen Stande der Forschung feststeht oder doch den größten Meistern der Wissenschaft als feststehend gilt. Wo die Herkunft eines Wortes noch zweifelhaft erschien oder überhaupt nicht zu ermitteln war, da ist dieser Zweifel durch ein der landläufigen Erklärung beigefügtes „angeblich“ oder durch ein Fragezeichen ausgedrückt.

The new German words included are all taken from recent literature. Perhaps their inclusion in the dictionary will help to reintroduce some old words of beautiful character, such as those preferred by #J. Wolff#, #G. Legerlotz# and others from the secret treasure of the German language, or at least make their value and meaning recognized.

Bei der Erklärung der Fremdwörter bin ich bemüht gewesen, durch Angabe guter deutscher Ausdrücke Eindringlinge, die das deutsche Bürgerrecht nicht verdienen, als entbehrlich zu bezeichnen.

Da das „Orthographische Wörterbuch“ als Richtschnur für die amtlich angeordnete Rechtschreibung in #ganz Deutschland# gelten soll, so sind in der neuen Auflage auch die Abweichungen der seit Erscheinen der vorigen Auflage herausgegebenen #württembergischen# Schulbehörde berücksichtigt.

The circumscription of foreign words is marked with the =clarification sign= in all cases where it could be indicated by a German word. It was not my intention to ban words from German through circumscription, but only to guide the reader if they are mistaken about the meaning of the foreign word or if they are unsure how to express themselves. I am far from displacing the German word. On the contrary: I hope that by providing the German circumscription, many foreign words that have unnecessarily crept into our language will seem unnecessary to the German reader.

Der Anfang meines Werkes war im Jahre 1876 gemacht. Die erste Auflage erschien im Jahre 1880, die zweite im Jahre 1883. Beide waren sehr schnell vergriffen. Während der letzten Jahre hat sich der Stand der Rechtschreibung durch die offiziellen Akte der deutschen Regierungen, insbesondere durch die Beschlüsse der deutschen Schulkonferenz von 1876 und die darauf gefolgte Veröffentlichung der „Orthographischen Regeln für die öffentlichen Schulen in Deutschland“ durch das Ministerium des Innern, stark geändert. Diese Änderungen sind in der vorliegenden dritten Auflage nach Kräften berücksichtigt worden. Es ist mir gelungen, die Orthographie der neuen amtlichen Regeln in den Anfang des Buches voranzustellen. Nur ein Theil der neueren Vorschriften, wie die Regel über das #große# oder #kleine# ‚S‘ nach dem ‚e‘ der Partizipien des Präteritums, konnte nicht in die amtlichen Regeln aufgenommen werden, weil diese Regeln nur für die Schulen, nicht für die allgemeine Rechtschreibung verbindlich sind. Diese Vorschrift der württembergischen Schulbehörde habe ich in den Anmerkungen beibehalten, weil sie für den schulamtlichen Gebrauch des Buches wichtig ist. Auch die Regeln über die Schreibung von #Fremdwörtern# sind der neuen amtlichen Regelung unterworfen worden. Wo die amtliche Regelung eine Lücke gelassen hat, da bin ich meinen Grundsätzen treu geblieben.

Es ist nicht meine Aufgabe, über die Berechtigung der neuen amtlichen Regeln mich auszusprechen. Ich will nur eines bemerken: Das deutsche Volk, das sich mit seinem #Sprachschatz# und seinen #Schriftwerken# bis zum größten Kaiserreich geeinigt hat, wird sich auch in den Fragen der Rechtschreibung einigen, wenn die Sache nur lange genug im Interesse der Erhaltung der deutschen #Sprachnationalität# in allen Theilen des deutschen Vaterlandes gepflegt wird. Auch die Verwaltung der deutschen Sprache wird sich nach dem Prinzip der #Volkssouveränität# entwickeln.

Der deutsche Lehrer und der deutsche gelehrte Schulmann, der sich die Aufgabe gestellt hat, die Jugend mit gutem Stil und richtiger Schreibung bekannt zu machen, wird mir hoffentlich nicht verübeln, wenn ich mich auch in der dritten Auflage wieder bemüht habe, alle wichtigen sprachlichen Erscheinungen in mein Werk aufzunehmen, und wenn ich mich daher gezwungen gesehen habe, auch solche Wörter aufzunehmen, die dem literarischen Geschmack nicht immer entsprechen. Ich habe mich bestrebt, das Buch so vollständig wie möglich zu machen, und glaube, daß ich diesem Streben in der neuen Auflage nahe gekommen bin.

Konrad Duden. Thun, im Februar 1890.


Regeln für die Rechtschreibung der deutschen Sprache.

  1. Der Anfang eines Satzes wird groß geschrieben. Auch Eigennamen, Titel und Anreden werden groß geschrieben.

    Beispiele: Der König sprach. Mein lieber Freund. Herr Professor.

  2. Substantive und alle dazu gehörenden Zusammensetzungen werden groß geschrieben.

    Beispiele: Der Baum wächst. Die gute Laune. Das Vergnügen.

  3. Das erste Wort eines Verses wird groß geschrieben.

    Beispiele: Ein Vogel sang. Die Sonne schien.

  4. Personalpronomina der dritten Person werden klein geschrieben, wenn sie nicht den Anfang eines Satzes bilden. Auch die Possessivpronomina werden klein geschrieben.

    Beispiele: Ich sah ihn. Er gab mir seinen Hut. Mein Buch ist besser als dein Buch.

  5. Die unpersönlichen Pronomen es, man, sich werden klein geschrieben.

    Beispiele: Es regnet. Man sieht es. Er wendet sich ab.

  6. Die Partizipien der ersten und zweiten Person Singular und Plural werden klein geschrieben, wenn sie nicht Substantive sind oder den Anfang eines Satzes bilden.

    Beispiele: Der schlafende Knabe. Die lachende Maid. Wir haben gegessen. Ich werde gehen.

  7. Adjektive und Partizipien, die als Adjektive gebraucht werden, werden klein geschrieben.

    Beispiele: Ein alter Mann. Ein gebrochenes Herz.

  8. Adverbien werden klein geschrieben.

    Beispiele: Er läuft schnell. Sie spricht laut.

  9. Präpositionen werden klein geschrieben.

    Beispiele: Mit der Hand. Für den Freund. Auf dem Tisch.

  10. Konjunktionen werden klein geschrieben.

    Beispiele: Er kam und sie ging. Weil er krank war, blieb er zu Haus.

  11. Zahlwörter werden klein geschrieben, wenn sie nicht den Anfang eines Satzes bilden.

    Beispiele: Ich habe zwei Äpfel. Er kam als der erste.

  12. Die Anrede wird groß geschrieben.

    Beispiele: Wer bist Du, mein Freund? Ich bitte Euch, meinen Wunsch zu erfüllen.

  13. Die Anrede in der dritten Person wird groß geschrieben, wenn sie sich auf eine einzelne Person bezieht, die mit „Sie“ angeredet wird.

    Beispiele: Ich danke Ihnen für Ihre Hilfe. Ich habe Ihr Schreiben erhalten.

  14. Die Anrede in der dritten Person wird klein geschrieben, wenn sie sich auf mehrere Personen bezieht, die mit „ihr“ angeredet werden.

    Beispiele: Ich hoffe, ihr habt Euch gut unterhalten. Was macht ihr heute?

  15. In Zusammensetzungen wird das erste Wort groß geschrieben, wenn es ein Substantiv ist.

    Beispiele: Der Buchdruck. Die Morgenröte.

  16. Die Bestandteile zusammengesetzter Substantive werden groß geschrieben, wenn sie selbst Substantive sind.

    Beispiele: Der Schlüsselbund. Die Baumrinde.

  17. Zusammengesetzte Wörter, deren Bestandteile nicht alle Substantive sind, werden klein geschrieben.

    Beispiele: Der Frühlingstag. Die Dunkelheit.

  18. Verneinungen werden klein geschrieben, wenn sie nicht den Anfang eines Satzes bilden.

    Beispiele: Ich weiß es nicht. Er hat nein gesagt.

  19. Interjektionen werden klein geschrieben, wenn sie nicht den Anfang eines Satzes bilden.

    Beispiele: Ach, wie schön! O weh!

  20. Die Wörter alle, einige, viele, wenige werden klein geschrieben, wenn sie als unbestimmte Zahlwörter gebraucht werden.

    Beispiele: Alle Menschen sterben. Einige kamen später.

  21. Die Wörter alle, einige, viele, wenige werden groß geschrieben, wenn sie als Substantive gebraucht werden.

    Beispiele: Die Alten und die Jungen. Einige von ihnen waren da.

  22. Die Steigerungsformen von Adjektiven werden klein geschrieben.

    Beispiele: Besser, am besten. Schöner, am schönsten.

  23. Die Adverbien gern, ungern werden klein geschrieben.

    Beispiele: Ich lese gern. Er spielt ungern.

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