Kostenloses E-Book, KI-Stimme, Hörbuch: Geschichte von England seit der Thronbesteigung Jakob's des Zweiten. Zweiter Band von Baron Thomas Babington Macaulay Macaulay

Hörbuch: Geschichte von England seit der Thronbesteigung Jakob's des Zweiten. Zweiter Band von Baron Thomas Babington Macaulay Macaulay
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Drittes Kapitel.
England im Jahre 1685.
Wenn wir die Geschichte unserer Vorfahren mit wirklichem Nutzen studiren wollen, müssen wir uns stets sorgfältig vor dem Irrthume hüten, den die wohl bekannten Namen von Familien, Orten und Ämtern sehr leicht hervorrufen, und dürfen nie vergessen, daß das Land, von dem wir lesen, ganz verschieden war von dem, in welchem wir leben. Wie jede Erfahrungswissenschaft die Tendenz zur Vervollkommnung in sich trägt, so liegt auch in jedem menschlichen Wesen der Wunsch, seine Lage zu verbessern. Diese beiden Prinzipien waren oft hinreichend zum raschen Fortschritt. Die Welt ist, wie es scheint, in allen ihren Theilen einem beständigen Wandel unterworfen. Aber vielleicht ist kein Land in der Civilisation jemals schneller vorwärts gegangen als England in dem einen Jahrhundert und einem halben, das seit dem Anfange der Regierung Jakob's des Zweiten vergangen ist. Dieses ganze Jahrhundert und ein halbes können wir in der That als einen einzelnen Zeitabschnitt betrachten, wenn wir nur den Anfang desselben von der letzten Periode unterscheiden, welche von der Restauration bis zu der Vertreibung der Stuarts reichte. Diese Periode bildete, was wir von vielen historischen Schriftstellern eine Epoche nennen können. In dieser Zeit geschahen die größten Umwälzungen, wie sie vielleicht seit lange nicht mehr stattgefunden hatten. Aber selbst die schnellsten Fortschritte, welche wir zu bewundern gewohnt sind, sind nichts im Vergleich mit den Veränderungen, welche seit der Regierung Georg's des Dritten eingetreten sind. Diese Veränderungen sind nicht auf eine Klasse beschränkt, sondern sie haben sich auf das ganze Leben des Volkes erstreckt.
Die Bevölkerung Englands im Jahre 1685 war sehr gering im Vergleich zu der heutigen Zeit. Die ganze Bevölkerung belief sich auf schätzungsweise nicht mehr als fünf Millionen Seelen. Die Zunahme der Bevölkerung war im Norden und Westen des Landes größer als im Süden und Osten. Die Ursache dieser Verschiedenheit war hauptsächlich die größere Ausdehnung der Manufacturen im Norden und die größere Fruchtbarkeit des Bodens im Süden.
Die Staatseinkünfte im Jahre 1685 waren ebenfalls sehr gering im Vergleich zu den heutigen Einnahmen. Die jährlichen Einnahmen der Krone beliefen sich auf nicht mehr als etwa zwei Millionen Pfund Sterling. Davon war nur ein kleiner Theil durch Steuern aufgebracht; der größte Theil stammte aus den Zöllen und anderen Abgaben. Das Militairsystem war ebenfalls noch sehr rudimentär. Die Armee war klein und schlecht ausgerüstet, und es gab keine stehende Armee im modernen Sinne. Die Seemacht war zwar größer als die Armee, aber sie war noch lange nicht so mächtig wie später. Die Artillerie war noch sehr unentwickelt, und die Schiffe waren kleiner und langsamer als die modernen Kriegsschiffe.
Die Kosten der Civilverwaltung waren ebenfalls sehr gering. Die Minister und Höflinge erhielten zwar hohe Gehälter, aber die Ausgaben für die Verwaltung waren im Allgemeinen sehr bescheiden. Der Zustand des Ackerbaues war noch sehr rückständig. Die meisten Felder wurden noch mit einfachen Werkzeugen bearbeitet, und die Erträge waren gering. Der Mineralreichtum des Landes war noch weitgehend unerschlossen. Die Kohlenbergwerke waren klein und unsicher, und es gab noch keine Eisenbahnen.
Die Grundrente war in den meisten Theilen des Landes sehr niedrig. Die Landgentlemen lebten von ihren Ländereien und waren die wichtigsten Grundbesitzer. Die Geistlichkeit war noch sehr mächtig, und die Kirche besaß große Ländereien. Die Freisassen waren die größte Klasse der Bevölkerung, und sie lebten hauptsächlich von der Landwirtschaft.
Die Städte waren im Allgemeinen klein und unbedeutend. Die größten Städte waren London, Bristol und Norwich. London war damals die größte Stadt Europas, aber es war noch lange nicht so groß wie heute. Die City war das Handelszentrum von London, und hier befanden sich die meisten Banken und Geschäfte. Der vornehme Theil der Hauptstadt war noch nicht so entwickelt wie heute, und viele Straßen waren noch unbeleuchtet. Die Londoner Polizei war noch sehr schwach und konnte die Kriminalität kaum eindämmen.
Die Beleuchtung von London war noch sehr mangelhaft. In den meisten Straßen gab es keine Straßenbeleuchtung, und die Nacht war sehr dunkel. Whitefriars war ein berüchtigter Stadtteil, der für seine Kriminalität und seine zwielichtigen Gestalten bekannt war. Der Hof war der Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens, und hier versammelten sich die Adligen und die Reichen. Die Kaffeehäuser waren beliebte Treffpunkte für Männer aller Klassen, und hier wurden Nachrichten ausgetauscht und über Politik diskutiert.
Die Schwierigkeiten des Reisens waren groß. Die Landstraßen waren schlecht und gefährlich, und es gab noch keine Eisenbahnen. Die Diligencen waren die einzigen öffentlichen Verkehrsmittel, und sie waren langsam und unbequem. Straßenräuber waren ein ständiges Problem, und viele Reisende wurden ausgeraubt oder ermordet. Die Gasthöfe waren oft schmutzig und teuer, und es war schwer, eine Unterkunft zu finden. Die Briefposten waren langsam und unzuverlässig, und es dauerte oft Wochen, bis ein Brief sein Ziel erreichte.
Zeitungen waren noch selten, und die meisten Menschen konnten sie sich nicht leisten. Die Neuigkeitsbriefe waren die einzige Quelle für Nachrichten, und sie waren oft voreingenommen und ungenau. Der "Observator" war eine bekannte Zeitung, die sich gegen die Regierung richtete. Die Seltenheit von Büchern auf dem Lande machte es für viele Menschen schwierig, sich weiterzubilden. Die weibliche Erziehung war noch sehr begrenzt, und Frauen erhielten nur eine sehr grundlegende Bildung. Die literarische Bildung der Gentlemen war ebenfalls noch begrenzt, und viele von ihnen waren nicht sehr belesen. Der Einfluß der französischen Literatur war groß, und viele englische Schriftsteller versuchten, französische Vorbilder nachzuahmen. Die Unsittlichkeit der schönen Literatur Englands war ebenfalls bemerkenswert, und viele Werke enthielten frivole oder anstößige Inhalte.
Der Zustand der Wissenschaft in England war noch rückständig. Viele wichtige Entdeckungen wurden erst später gemacht. Der Zustand der schönen Künste war ebenfalls noch unentwickelt, und es gab nur wenige bedeutende Künstler.
Die Lage des niederen Volkes war schwierig. Die Löhne der Feldarbeiter waren niedrig, und viele Familien lebten am Rande des Hungers. Die Löhne der Fabrikarbeiter waren ebenfalls niedrig, und die Arbeitsbedingungen waren oft schlecht. Die Arbeit der Kinder in den Fabriken war üblich, und viele Kinder arbeiteten lange Stunden unter gefährlichen Bedingungen. Die Löhne verschiedener Klassen von Handwerkern waren unterschiedlich, aber im Allgemeinen waren sie niedrig. Die Zahl der Armen war groß, und viele Menschen waren auf Almosen angewiesen.
Welchen Nutzen die Fortschritte der Civilisation dem gemeinen Volke brachten, ist schwer zu sagen. Einige Historiker behaupten, dass die Lebensbedingungen des einfachen Volkes im 17. Jahrhundert besser waren als heute. Andere behaupten das Gegenteil. Es ist wahrscheinlich, dass die Wahrheit irgendwo dazwischen liegt. Die Täuschung, welche die Menschen verleitet, das Glück früherer Geschlechter zu überschätzen, ist eine häufige Erscheinung. Wir neigen dazu, die Vergangenheit zu idealisieren und die Schwierigkeiten, mit denen unsere Vorfahren konfrontiert waren, zu vergessen.
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